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Verfügbarkeit, Sicherheitsbestand und MOQ — eine sachliche Betrachtung der Versorgungsresilienz

Bullwhip-Effekt, Servicegrade, MOQ gegen EOQ, Single- oder Multi-Sourcing — warum Verfügbarkeit berechnet wird.

Sanne Bakker

(Sanne Bakker: Analyste supply chain)

13 mai 2026 · 5 min

// avec la participation de

Margaux LefèvreMargaux LefèvreDirectrice technique
Mihail IvanovMihail IvanovIngénieur d'intégration
Lev MarchukLev MarchukData Scientist

Die Beobachtung. Eine Fehlmenge misst sich nie nur an den Warenkosten : Sie kostet entgangenen Umsatz und angeschlagenes Vertrauen. Versorgungsresilienz ist kein Glück, sondern eine Disziplin der Risiko-Ingenieurkunst — vom Bullwhip- Effekt nach Lee, Padmanabhan und Whang (1997) bis zu den klassischen Sicherheitsbestandsmodellen.

Sicherheitsbestand und Servicegrad

Der Sicherheitsbestand deckt die Unsicherheit von Nachfrage und Lieferzeit. Die Variabilität der Lieferzeit wiegt oft schwerer als die der Nachfrage : Regelmässigkeit schlägt Geschwindigkeit. Der Servicegrad ist nicht linear — von 95 % auf 99 % kostet weit mehr als 4 % Bestand. Daher die von der ASCM (APICS) empfohlene ABC-Analyse.

Bullwhip-Effekt und MOQ

Eine geringe Schwankung der Endnachfrage verstärkt sich stromaufwärts. Die Mindestbestellmenge (MOQ) steht der wirtschaftlichen Bestellmenge (EOQ, Wilson 1913) entgegen und erzwingt oft Überbestände. Mehrere Quellen bringen je ihre MOQ : das Multi-Sourcing-Paradox.

Single-, Dual-, Multi-Sourcing

Diversifizierung senkt das Risiko korrelierter Störungen, zum Preis höherer Koordinationskomplexität. Dual Sourcing ist das pragmatische Optimum — sofern die Quellen wirklich unkorreliert sind. Fragmentierung über Rechtseinheiten hinweg wiederholt den Bullwhip-Effekt intern ; das Gegenmittel ist End-to-End-Transparenz.

Wo wir stehen

Montandor betreibt eine Mehr-Entitäten-Lieferbasis. Unsere Arbeit ist es, Lieferzeiten, Mindestmengen und Servicegrade lesbar zu machen. Keine internen Zahlen hier : geteilt wird die Methode.

„Eine Lieferkette beurteilt man nicht an den guten Tagen, sondern am Tag der Fehlmenge.“
Wouter Meijboom, CEO, Montandor Andorra.

Quellen

Recherche von Sanne Bakker (Supply Chain & Demand Forecasting), mit Margaux Lefèvre, Mihail Ivanov und Lev Marchuk. Veröffentlicht am 13. Mai 2026 vom Montandor-Team.